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Speisenangebot
Leistungsfähigkeit in der Schule

Einfluss der Schulverpflegung

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Tagesbedarf Schüler 10-12 Jahre

Ob Schüler konzentriert lernen können und jeden Tag von Neuem den Anforderungen des Schulalltags gewachsen sind, hängt nicht allein von Intelligenz und Ehrgeiz ab. Auch die Tatsache „wann“ Kinder und Jugendliche „was“ essen und trinken, hat einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf ihre geistige Leistungsfähigkeit und damit auch auf den schulischen Erfolg!

Wichtigste Mahlzeit: Das Frühstück

Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Frühstück. Grundsätzlich gilt:
Wer frühstückt, ist an sich schon im Vorteil.
Wer daneben auch noch darauf achtet, „was“ er isst, punktet zusätzlich.
Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche, die vor der Schule frühstücken, insgesamt leistungsfähiger sind und sich besser konzentrieren können als Nicht-Frühstücker. Die Qualität der Schulaufgaben steigt ebenso wie Frustrationstoleranz und Aufmerksamkeit. Ähnliches gilt für Erwachsene. Auch bei Ihnen wirkt sich ein regelmäßiges Frühstück nachweislich positiv auf die kognitive und mentale Leistungsfähigkeit und den Stresslevel aus. Deshalb sollten auch Lehrkräfte den Tag mit einem nährstoffreichen Frühstück beginnen.

Wer daneben auch noch darauf achtet, „was“ er isst, punktet zusätzlich.

Eine Frühstücksmahlzeit mit langsam verdaulichen Kohlenhydraten wie sie in Vollkornprodukten oder in Getreideflocken enthalten sind, sorgt für die notwendige Energiezufuhr am Morgen und hält den Blutzuckerspiegel lange im optimalen Bereich.
Nüsse in Maßen genossen, zum Beispiel als Bestandteil von Müsli oder Brot, enthalten Ballaststoffe, die den Anstieg des Zuckerspiegels abbremsen. Darüber hinaus beinhalten Nüsse Vitamine, Mineralstoffe und gesundheitsfördernde Fettsäuren. Viele dieser Nährstoffe werden im Gehirn für den Aufbau von Botenstoffen gebraucht, die für Konzentration und Leistungsfähigkeit besonders wichtig sind.

Wer diese Erkenntnisse bei der Zusammenstellung seines Frühstücks berücksichtigt, kann Erinnerungsleistungen, Reaktionszeit und Wachsamkeit nachweislich positiv beeinflussen.

Wie sieht ein gutes Frühstück aus?

Getreideflocken (z.B. im Müsli) oder ein belegtes Vollkornbrot sind eine gute Grundlage. Daneben benötigen Kinder und Jugendliche für ein gesundes Knochenwachstum besonders viel Kalzium. Daher sollte Milch oder ein Milchprodukt, z.B. Joghurt oder in kleineren Mengen Käse, Bestandteil des täglichen Frühstücks sein. Dazu kommen Obst oder Gemüserohkost als zusätzliche Vitamin- und Mineralstofflieferanten.

Wie sieht ein gutes Pausenbrot aus?

Zu einer leistungsfördernden Zwischenverpflegung gehören zum Beispiel:

  • Brot oder Brötchen mit möglichst hohem Anteil an Vollkornmehl. Der Belag sollte nicht zu dick aufgetragen sein.
  • Obst, möglichst regional und saisonal: zum Beispiel Äpfel im Herbst und Erdbeeren im Juni. Gemüse, ebenfalls möglichst regional und saisonal: zum Beispiel Karotten, Paprikaschoten oder Tomaten.
  • Milch und Milchprodukte, zum Beispiel als Käse Belag auf dem Pausenbrot, Joghurt oder abgepackte Milch. Spezielle Kinderlebensmittel aus diesem Marktsegment sind in der Regel sogar stärker gesüßt als andere Produkte und daher nicht empfehlenswert
  • Studentenfutter, insbesondere Nüsse und Samen sind eine gute Nervennahrung. Es gilt: Klasse statt Masse! Eine Hand voll Walnüsse oder Haselnüsse (20 bis 30 Gramm) ist eine Portion.
  • Wasser, ungesüßte Früchte-oder Kräutertees oder Fruchtsaftschorlen (möglichst ein Teil Fruchtsaft, drei Teile Wasser) sind als Getränke bestens geeignet.

Leistungseinbrüche vermeiden!

Auf den Verzehr von Weißmehlprodukten, Süßigkeiten und Limonaden dagegen kann, nach einem kurzfristigen „Leistungs-Kick“ ein umso heftigeres Leistungstief folgen.
Gute Hilfestellungen für die Anforderungen, die sich der Schulfamilie und allen Verantwortlichen im Zusammenhang mit der Zwischen- und Mittagsverpflegung stellen, sind die Bayerischen Leitlinien Schulverpflegung sowie der DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung.

Bayerische Leitlinien Schulverpflegung Externer Link

Stand: August 2018

Literatur

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