Sprungmarken:

RSS-Feed der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern

Immer informiert über unsere aktuellen Beiträge.

Aufruf des RSS-Feeds

Hähnchen auf Reis mit Salat

RegioTreffs Niederbayern

Seit die RegioTreffs Schulverpflegung Niederbayern im November 2009 gestartet sind, hat sich viel getan. Inzwischen haben schon 73 Termine stattgefunden.

Aktuelle Termine und Themen

Im Januar und Februar 2017 laden wir Sie wieder herzlich zu unseren RegioTreffs in Niederbayern ein.
Der RegioTreff zum Thema „Verpflegungsleitbild“ findet an der Alfons-Lindner-Schule in Tiefenbach statt. Das Thema „Nudging – gesündere Speisenwahl ohne Zwang und Verbote“ wird beim RegioTreff in der Mensa der Mittel- und Realschule Arnstorf und an der Grund- und Mittelschule Jandelsbrunn vorgestellt und diskutiert. Es wird jeweils auch eine Mensabesichtigung angeboten.

Der Koch-Workshop in Passau richtet sich vor allem an Küchenpersonal in Schulen mit Zubereitungsküchen und Personal der beliefernden Caterer. Rezepturen nach den Empfehlungen des Qualitätsstandards der DGE werden vorgestellt und verkostet. Der Fokus liegt auf schmackhaften kinder-/schülergerechten Speisen mit überschaubarem Arbeitsaufwand, die auch im Konvektomaten zubereitet werden können. Auch dem Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen wird Raum gegeben.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt. Der Unkostenbeitrag pro Person beträgt 5 €. Dieser wird bei der Veranstaltung in der Berufsschule eingesammelt.

Dienstag, 17.01.2017 • 14:30 bis 17:00 Uhr
Verpflegungsleitbild – wie könnte dies für unsere Schule aussehen?Besichtigung der Mensa/-küche
VeranstaltungsortGrund- und Mittelschule Tiefenbach, Alfons-Lindner-Schule , Eulenweg 2, 94113 Tiefenbach
Mittwoch, 01.02.2017 • 14:30 bis 17:00 Uhr
Nudging - gesündere Speisenauswahl ohne Zwang und VerboteBesichtigung der Mensa/-küche
VeranstaltungsortRealschule und Closen-Mittelschule Arnstorf, Eggenfeldener Str. 43, 94424 Arnstorf
Donnerstag, 16.02.2017 • 15:00 bis 18:00 Uhr
Koch-Workshop „Leckere Gerichte für die kalte Jahreszeit“Rezepturen nach den Empfehlungen des Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der DGE
Teilnehmerzahl auf 15 Personen beschränkt, Unkostenbeitrag pro Person 5 €
VeranstaltungsortBerufsschule I Passau, Innstr. 71, 94032 Passau
Mittwoch, 22.02 2017 • 14:30 bis 17:00 Uhr
Nudging - gesündere Speisenauswahl ohne Zwang und VerboteBesichtigung der Mensa/-küche
VeranstaltungsortGrund- und Mittelschule Jandelsbrunn, Jahnstr. 3, 94118 Jandelsbrunn

Anmeldung

Bitte geben Sie unbedingt das Datum und Ort der Veranstaltung an, bei der Sie teilnehmen wollen!

Online-Anmeldung möglich (siehe Link unten)
oder
per E-Mail an: Schulverpflegung@aelf-la.bayern.de

Online-Anmeldung zu den RegioTreffs

Neue RegioTreff-Gruppen können jederzeit ins Leben gerufen werden!

Immer mehr Kinder essen mittags immer öfter an ihrer Schule und nicht zu Hause. Für die Verantwortlichen ist die Versorgung der Schüler mit einer qualitativ hochwertigen Verpflegung eine Herausforderung. Insbesondere gilt dies für Ganztagsschulen, aber auch für andere Schulen, die immer mehr Nachmittagsunterricht haben oder ein Betreuungsangebot nach Mittag anbieten.
Aber auch die Zwischenverpflegung wird thematisch bei den RegioTreffs behandelt.
Profitieren Sie von den Erfahrungen der Anderen und bringen Sie sich ein. Wenn Sie die Schulverpflegung an Ihrer Schule verbessern möchten oder vor deren Einführung stehen, melden Sie sich. Sie haben Interesse am Austausch mit anderen und wollen neue Lösungswege kennenlernen, dann wenden Sie sich bitte an die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niederbayern.

In den RegioTreffs können sich insbesondere Schulleiter, Lehrer, Hausmeister, Schüler- und Elternvertreter, Pächter/Caterer oder auch Verantwortliche der Sachaufwandsträger engagieren. Alle, die bei der Schulverpflegung mitarbeiten, sind aufgerufen sich einzubringen!

mehr Informationen zu den RegioTreffs ...

Vorstellung eines Verpflegungskonzepts

Vorstellung des Verpflegungskonzepts der Propst-Seyberer-Mittelschule Grafenau

Die Schwerpunkte der Arbeit sind von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Themen werden in Absprache mit den Teilnehmern für jeden RegioTreff neu festgelegt. Vielfach profitieren die Schulen voneinander. Anhand von Best Practice - Beispielen lassen sich Erfolgsfaktoren für gut funktionierende Mittags- und Pausenverpflegung herausarbeiten. Auch wenn sich gelungene Konzepte in den wenigsten Fällen eins zu eins auch woanders umsetzen lassen, bieten sie eine gute Grundlage für innovative Gedanken im eigenen Haus.

Einige Themen der bisherigen RegioTreffs

Die Schule, an der der RegioTreff stattfindet, legt das Thema der Veranstaltung fest.

Gesündere Speisenwahl ohne Zwang und Verbote

Obstspieße

Obstspieße

Gesündere Speisenwahl ohne Zwang und Verbote
Wie soll das denn gelingen? Diese Frage stellten sich die Teilnehmer von vier RegioTreffs in Niederbayern im April 2016 an der Anton-Balster-Mittelschule in Neustadt a.d. Donau und an der Realschule Freyung sowie im Herbst 2016 an der Grundschule Altenmarkt und am Maristengymnasium Furth. Essen in der Mensa und auch die Zwischenverpflegung sollen preiswert und ausgewogen sein und Schüler nicht zur nächsten Imbissbude treiben. Entsprechende Maßnahmen werden unter dem Begriff „Nudging“ zusammengefasst. Das Ziel besteht darin, die Speisenauswahl der Schüler positiv zu beeinflussen, indem Eigenschaften oder die Platzierung von Speisen und Getränken verbunden mit optischen Reizen verändert werden. Diese einfachen Umgestaltungen werden vor allem im Bereich der Speisenausgabe realisiert. Sie können ohne Einbußen im Umsatz und bei völliger Wahlfreiheit für Schüler und Lehrer umgesetzt werden.

Die Teilnehmer der RegioTreffs tauschten sich diesbezüglich aus, berichteten von ersten Erfolgen durch entsprechende Maßnahmen und erarbeiteten im World Café Ideen und Maßnahmen für die Umsetzung in ihren Schulen.

Kleine Änderung, große Wirkung? – Nudging in der Schulverpflegung

Verpflegungsleitbild

Wie könnte ein Verpflegungsleitbild für unsere Schule aussehen?
Bereits zweimal stand diese Frage im Mittelpunkt eines RegioTreffs: am 25.02.2015 an der Realschule Maria Ward in Osterhofen und am 19.05.2015 an der Mittelschule Freyung. Beide Veranstaltungen fanden regen Zuspruch. Nach einem Kurzvortrag zum Thema „Verpflegungsleitbild“ wurden im World Café an vier Tischen vielseitige Ergebnisse erarbeitet, die nun allen Teilnehmern zur Verfügung stehen, um für ihre Schule ein Verpflegungsleitbild zu entwerfen.

Die Tisch-Themen des World-Cafés:
Gute Argumente für ein Verpflegungsleitbild an unserer Schule
Getränke- und Speisenangebot - unsere Wahl für das Verpflegungsleitbild!
Welche Punkte zur Organisation und Raumsituation wollen wir aufnehmen?
Welche Punkte zur Kommunikation und zum pädagogischen Lernfeld wollen wir aufnehmen?

Pausenverpflegungs-Check

Kleingruppenarbeit beim Regiotreff in Straubing

Kleingruppenarbeit beim Regiotreff in Straubing

Am 3. Februar 2015 an der Grund- und Mittelschule St. Josef in Straubing
Beim Regiotreff in Straubing hielt Frau Dreier, Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niederbayern, ein "Plädoyer für eine gesunde Pause". Die Situation an Bayerns Schulen, ein optimales Pausenangebot für Schulen sowie die Checkliste zur Qualitätsbewertung der Pausenverpflegung wurden vorgestellt. Konkrete Umsetzungstipps für die Pausenverpflegung folgten. Anschließend bearbeiteten die Teilnehmer in Kleingruppen folgende Fragen:
Wie können die Anforderungen an die Qualität der Pausenverpflegung in der Praxis umgesetzt werden?
An welchen "Schrauben" können wir drehen?
Welche Lebensmittelauswahl stellen wir uns vor und können wir auch umsetzen?

Außerdem wurde diskutiert, wie die Schulfamilie für eine qualitativ gute Pausenverpflegung begeistert werden kann.

Auch am 07.März 2013 fanden sich 21 Teilnehmer am Gabelsberger-Gymnasium Mainburg ein und tauschten sich zum Thema Pausenverpflegung aus. Besonders engagiert waren die Schüler des P-Seminars, die die praktische Umsetzung von Kostproben zur Pausenverpflegung vornahmen und rege mitdiskutierten. Rezepte und Hygienetipps für die Pausenverpflegung rundeten das Thema ab.
Am 30.Januar 2013 fand das Thema an der Mittelschule Ulrich-Schmidl in Straubing ebenfalls großen Zuspruch. 38 Teilnehmer diskutierten zum Thema Pausenverpflegung. An der Mittelschule wurden einzelne Anregungen postwendend in die Tat umgesetzt.

Gute Noten für gesundes Essen in der Schule

RegioTreff-Teilnehmer mit Schulleiterin Astrid Schmid

RegioTreff-Teilnehmer mit Schulleiterin Astrid Schmid

Neuhaus hat ein Verpflegungsleitbild
Informationen und Austausch zur schülergerechten und ausgewogenen Speiseplangestaltung sowie die Besichtigung der Speiseräume und der Zubereitungsküche standen am 11. November 2014 beim RegioTreff an der Maria-Ward-Realschule Neuhaus auf dem Programm.
In Neuhaus gehört "Gesunde Ernährung" schon seit mehreren Jahren zum Leitbild der Realschule. Das zeigte Schulleiterin Astrid Schmid mit einem Blick in die Schulentwicklung: Schon zu den Zeiten des Klosters wurden Schüler mit Essen versorgt, seit der Einführung der gebundenen Ganztagsklassen im Schuljahr 2008/09 zunächst durch örtliche Gaststätten in Zusammenarbeit mit den damals noch tätigen Schwestern.
Im Schuljahr 2010/11 gab es auf Wunsch des Lehrerteams im Ganztagsunterricht ein "Verpflegungscoaching" durch die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niederbayern in Landshut. Nachdem die Schwestern Neuhaus verlassen hatten wurde die einstige Klosterküche mit Hilfe des Schulträgers in eine moderne Verpflegungsküche umgebaut. Der ständige Ausbau des Ganztagsunterrichts, inzwischen in vier Klassen, erforderte auch entsprechende Versorgung durch einen eigenen Koch. Seit September 2014 ist Klaus Eglseder, Restaurantleiter und Koch in der Hoftaverne in Neuburg für die Verpflegung der 715 Schüler in Neuhaus verantwortlich. Täglich sind rund 120 Mahlzeiten fertigzustellen, und dazu dient ein "Verpflegungsleitbild" mit klaren Vorgaben.
Der Speiseplan darf sich nicht allzu schnell wiederholen, es soll bestmöglich auf regionale Küche mit saisonalen Produkten Wert gelegt werden, auch eine tägliche Salatauswahl und Obst ist eingeplant. Auch beim Pausenverkauf wird genau hingeschaut und auf sinnvolle und gesunde Angebote geachtet. Pizzaschnitten, süßes Gebäck und süße Getränke, Cola, Spezi oder Limonade gibt es nicht, dafür Wasser, Saftschorlen, und Tee. Dennoch, so stellt Schulleiterin Astrid Schmid fest, ist die Verpflegung "jeden Tag eine Herausforderung".
"Mir ist es wichtig, dass die Kinder gesund und gescheit ernährt werden", betont Schulkoch und Küchenchef Klaus Eglseder, "darum gibt es frisches Obst, wenn es sein muss, portionsgerecht geschnitten, und auch frischen Joghurt". Denn, so Eglseder, "die Kinder sollen das Essen wieder lernen" und "Essen sollte auch Lebensqualität vermitteln".
Der Erfahrungsaustausch der am Regio-Treff teilnehmenden Schulen zeigte unterschiedliche Vorgehensweisen bei der richtigen und gesunden Schülerverpflegung, immer aber mit dem Hintergedanken, dass auch gesundes Essen gelernt sein will und damit auch manchmal Anstrengungen erfordert. Wichtig erschien es allen Beteiligten, dass Schulen nicht nur mit "Starköchen" zeigen, wie gutes Essen vielleicht gesund und ausgewogen "gehen könnte", sondern dass in den Schulen vor Ort dieses Essen zubereitet wird, wie durch Klaus Eglseder an der Realschule in Neuhaus, Willi Glaser an der Mittelschule in Aidenbach oder Uli Koller an der St. Severin-Schule in Passau-Grubweg. Im Bereich der Grundschule, wie in Waldkirchen, werden Schüler auch beim Einkauf und der Zubereitung mit einbezogen. Angeregt wurde auch ein gemeinsames "gesundes Kochen" für Schüler und Eltern, damit richtige, ausgewogene Ernährung nicht nur ein Thema in der Schule bleibt, sondern auch in den Familien wieder ins Bewusstsein gerückt wird.
(Zusammengestellt gemäß dem Bericht von Dr. Hans Würdinger, erschienen in der Passauer Neuen Presse am 18. November 2014)

Cook&Chill trifft Bio – Catering für Kitas und Schulen

RegioTreff-Teilnehmer mit Hannes Eichinger und Herbert Bittner

RegioTreff-Teilnehmer mit Hannes Eichinger und Herbert Bittner

RegioTreff bei Biogenuss Eichinger in Hienheim
Knapp 20 Schulköche und Caterer schauten beim RegioTreff Schulverpflegung am 19.11.2014 in Hienheim bei Biogenuss Eichinger hinter die Kulissen.

„Essen das die Kinder? Das gibt’s ja wohl nicht – Fenchelsuppe?“, so lauteten die ersten Reaktionen auf die von Hannes Eichinger verteilten Speisepläne, die dieser in seinem Betrieb „Biogenuss“ im Angebot hat. Einige schüttelten heftig den Kopf. Eichinger und sein Koch, Herbert Bittner mussten schmunzeln. „Ja, das tun sie“, so die Antwort. Der Hienheimer Eichinger betreibt auf seinem Biohof seit Februar eine Bioküche für Krippen, Kindergärten und Schulen.

Erneut ist er damit ein Pionier. So wie der Landwirtschaftsmeister 1991 den von den Eltern konventionell bewirtschafteten Hof in einen Bio-Hof umbaute, ist er nun eigenen Angaben zufolge Niederbayerns bislang einziger Bio-Caterer für Gemeinschaftsverpflegung, der mit dem sogenannten Cook & Chill-Verfahren (zu Deutsch: Kochen und kühlen) arbeitet.

Cook & Chill (CC) heißt konkret: Gerichte müssen, nachdem sie zubereitet sind, innerhalb von 90 Minuten auf unter vier Grad Celsius heruntergekühlt werden. Durch das rasche Abkühlen wird die Vermehrung bedenklicher Keime oder die Bildung von Toxinen verhindert. In Hienheim wird immer am Tag vor der Auslieferung gekocht. Am Folgetag wird in Styroporboxen ausgeliefert.

Der Empfänger hat idealerweise einen Dampfgarer, in dem er das Essen „regeneriert“, wie es im Fach-Jargon heißt. Sprich: erwärmt. Ein Garungsprozess ist nicht mehr nötig.
Für ihn liegen die Vorteile auf der Hand. Das Essen kommt in der „bestmöglichen Qualität“ auf den Tisch. Farbe, Geschmack und Biss bleiben erhalten. Lauwarmes Essen gehöre mit CC der Vergangenheit an – die Kunden wärmen es unmittelbar vor dem Verzehr erst auf. Langes Herumstehen entfalle. Für Hannes Eichinger ist das CC-Verfahren „im ländlichen Raum“ mit den weiten Wegen das einzig Sinnvolle.

In jeder Art von Gemeinschaftsverpflegung – von der Bundeswehr bis zum Seniorenheim – werde heutzutage das CC-Verfahren genutzt, sagt Küchenleiter Bittner; nur in welchem Ausmaß, ist unterschiedlich.
Ungeeignet sei das Verfahren etwa für Gebackenes. Essen mit Panade gibt es deshalb nicht, sagt Eichinger. Spaghetti und Nudeln seien dagegen kein Problem.
Kritiker werfen dem Verfahren eine große Energieverschwendung durch das Herunterkühlen vor. Eichinger sagt, das sei bei seiner Küche nicht der Fall; seine Kühlaggregate arbeiteten schon seit Bioladen-Zeiten mit Wärmerückgewinnung.

Die zweite Komponente, für die Eichingers Angebot steht, ist 100 Prozent Bio-Qualität. Auch hier ist Hannes Eichinger in der Region ein Vorreiter. Es werde auch weder Vorgeschältes noch Vorgekochtes verwendet; Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker seien tabu. Selbst der Gemüsefond werde aus Gemüseresten mehrmals die Woche selbst hergestellt, erklärt Küchenchef Bittner.
Während in Städten wie Regensburg oder Ingolstadt die Nachfrage nach Bioessen hoch sei, erscheint dieses in ländlichen Regionen wie dem Landkreis Kelheim vielen immer noch nicht so wichtig, sagt Hannes Eichinger. 2,80 bis 3,90 Euro verlangt Eichinger pro Portion, je nachdem ob es sich um Krippen- oder Schulessen handelt. Bei Erwachsenen werde extra verhandelt.

(zusammengestellt nach dem Presseartikel von Beate Weigert in der Mittelbayerischen Zeitung/Redaktion Kelheim vom 01.12.2014)

Heute mal kein Fleisch

Koch-Workshop mit Kostproben und Erfahrungsaustausch
Nach dem Motto „Gulasch und Schnitzel kann jeder kochen und essen alle gerne“ stand der Erfahrungsaustausch zu leckeren vegetarischen Gerichten im Mittelpunkt.
Aufgrund der großen Nachfrage konnte der Workshop zweimal abgehalten werden. Die insgesamt 46 Teilnehmer kamen aus ganz Niederbayern.

Franz Pankratz und Franz Kuttenberger, Küchenmeister, Fachlehrer sowie Nationaltrainer des DEGOHA-Verbandes Bayern, leiteten den Koch-Workshop in der nagelneuen Küche der Berufsschule I.
Der Ansatz: Der Qualitätsstandard für die Schulverpflegung beschreibt ein vollwertiges Verpflegungsangebot in Schulen, das von den allgemeinen Empfehlungen für die Bevölkerung ausgeht. Es wird keine rein vegetarische Kost empfohlen bzw. gefordert, sondern eine ausgewogene Kost mit pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. Dabei wird eine gewisse Häufigkeit der verschiedenen Lebensmittel/-gruppen festgelegt. Innerhalb von 20 Verpflegungstagen soll nur an maximal 8 Tagen Fleisch- oder Wurst angeboten werden. Alternativen sollen allerdings nicht nur Süßspeisen wie Apfelstrudel oder Pfannkuchen sein (maximal 2 bei 20 Verpflegungstagen), sondern leckere vegetarische Hauptgerichte mit hohem Gemüseanteil.

Kostproben gab es zu folgenden Gerichten:
Wrap mit Gemüsefüllung und Dip
Gefüllte Kartoffeln mit Sauerrahmsoße
Kartoffelburger mit Ratatouille
Linsenlasagne
Gemüsecurry mit Reis
Couscous mit Nüssen und Trockenobst
Kaiserschmarrn mit Vollkorn-Dinkelmehl

Rezepte der Kostproben pdf 162 KB

Werteerziehung beim Essen in Gemeinschaft

Knigge bei Tisch

World-Café-Tisch

World-Café-Tisch

Dreimal stand beim RegioTreff die Werteerziehung beim Essen im Fokus:
Am 15. Oktober 2013 an der Grundschule Künzing-Gergweis, am 01. April 2014 an der Grund- und Mittelschule Essenbach und am 12. Februar 2015 an der Mittelschule Vilshofen. Frau Schönhofer-Bohrer (Seminardirektorin und Werte-Multiplikatorin) führte kurz in die Thematik ein. Anschließend wurden im World Café an 4 Tischen verschiedene Themen diskutiert und wichtige Punkte auf „Tischdecken" dokumentiert.

Stellenwert des Essens in der Ganztagsschule

Wertvolle Informationen aus erster Hand erhielten die Teilnehmer des Regiotreffs am St.-Gotthard-Gymnasium Niederalteich am 06.03.2013 - ein Gymnasium, das schon seit 1968 als gebundene Ganztagsschule geführt wird.

Das Gymnasium berichtet über den RegioTreff. Externer Link

Bio in der Schulverpflegung

Teilnehmer des Regiotreffs bei der Besichtigung der Küche und des Essensraums

RegioTreff in Geisenhausen

Neue Zubereitungsküche in Bio-Qualiät – Schülereinbindung – integratives Konzept
Zu diesem Thema fand der RegioTreff am 6.5.14 in Geisenhausen statt. Das Kulinarium der Montessorischule Geisenhausen verfügt seit einem Jahr über eine neue Zubereitungsküche, die Bio-zertifiziert ist.
Derzeit werden 160 Essen an vier Tagen pro Woche zubereitet. Zum Personal gehören auch zwei festangestellte Hauswirtschaftsgehilfinnen (Schwerbehinderte – integratives Konzept). Die Geschäftsführerin Fr. Schmidl ging auf die allgemeine Organisation der Küche, d.h. auf Bestellung, Lieferanten, Vorratshaltung, Speiseplangestaltung und Speisenzubereitung ein. Sie stellte auch Personalplanung, Kosten, Catering und das Tischkonzept mit Schülereinbindung vor. Anschließend wurde die Zubereitungsküche besichtigt.
Insgesamt handelt es sich um ein durchdachtes Konzept in Bio-Qualität das beweist, dass Bio in der Schulverpflegung bezahlbar und wirtschaftlich sein kann.
Ist Bio in der Schulverpflegung machbar?
Unter diesem Motto stand bereits der Regiotreff am 06.12.2012 am Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg bei dem auch Schüler der Q11 – Seminar „Kulinarische Intelligenz“ des Gymnasiums teilnahmen.

In Gruppenarbeit wurden folgende Fragen diskutiert:
Sind Bio-Lebensmittel immer (ernährungsphysiologisch) gesünder? Was ist mit Bio-Fertigprodukten?
Welche Speisen mit regionalen und/oder saisonalen Lebensmitteln (Bio und konventionell) sind schülergerecht?
Was hat mein Essen mit dem Klima zu tun? Hintergründe, Meinungen, Visionen

Speiseplangestaltung - Aktionswochen

Teilnehmer des RegioTreffs in der Mensa

Mensa der MS Pocking

RegioTreff an der Mittelschule Pocking am 22.11.12
Thema: "Speiseplangestaltung unter regionalen und saisonalen Gesichtspunkten - Aktionswochen"
In Kleingruppen gestaltet als "World-Cafe" fand ein reger Austausch statt. Die Diskussionsergebnisse wurden festgehalten und später allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Zudem konnten die externen Teilnehmer die Mensa(Zubereitungsküche) der Mittelschule Pocking besichtigen. Mit den erfahrenen Mitarbeitern vor Ort wurden die verschiedensten Aspekte der Schulverpflegung diskutiert, z.B. auch das Abrechnungsprozedere.

Umfrage zur Mittags- und Pausenverpflegung

RegioTreff am Gymnasium Landau a.d. Isar am 14.10.2010
Thema „Akzeptanz – Fragebögen und deren Auswertung“
Von Schülern des P-Seminars „Ernährung und Sport“ und deren Seminarleiterin OStRin Helga Pritzl wurde die Umfrage zur Mittags- und Pausenverpflegung vorgestellt. 82 Prozent der 372 befragten Personen geben an, ihnen schmecke das Essen in der Mensa gut bis sehr gut.
Besonderen Gefallen finden die Befragten an der Gemeinsamkeit beim Essen, dem Mensa-Angebot und den Räumlichkeiten. Nicht so gut kommen hingegen das lange Anstehen und die damit verbundene Zeitknappheit an. Daher wird in Zukunft versucht, nach Möglichkeit auch die sechste Stunde unterrichtsfrei zu halten, damit die Schüler länger Zeit haben.
Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von den guten Ergebnissen der Umfrage und konnten im anschließenden Erfahrungsaustausch wertvolle Tipps zu einer Umfrage vom Landauer Team mit nach Hause nehmen.

Umfrage Landau