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Hähnchen auf Reis mit Salat

Coaching Oberbayern Ost

10.-Klässler einer Realschule: "Da muss ich mir glatt überlegen, ob ich die 10. Klasse noch mal wiederhole, wenn wir jetzt so viel umgestellt haben und so gute Sachen im Pausenverkauf haben!"

Schülersprecher über das Coaching-Projekt:"Im Namen der Schüler möchte ich mich bei der Vernetzungsstelle bedanken. Unser Coach hat uns aus einer völlig verfahrenen Situation gerettet. Jetzt werden wir Schüler ernst genommen und das ganze Essensgremium hört uns zu."

"Ich hätte nie gedacht, dass es eine staatliche Stelle gibt, die Schulen brauchbar unterstützt. Der Vernetzungsstelle geht es wirklich darum, was die einzelne Schule braucht. Es wird nichts übergestülpt", blickt ein Schülersprecher auf das Coaching-Projekt zurück.

Schüler beim Projekt-Ende: "Frau Mayr sagte im Erstgespräch, dass das Coaching Hilfe bei einem Veränderungsprozess ist und dass es unser Veränderungsprozess ist. Ich dachte, das ist nur Gerede, aber es ist wahr geworden. Unser Coach hat uns wirklich abgeholt."

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Im Schuljahr 2015/16 hatten 5 Schulen aus Oberbayern Ost einen Platz in dem beliebten Angebot der Vernetzungsstelle. Bei den Abschlussfeiern zogen Sie Resümee über das arbeits- und ereignisreiche Coaching-Jahr.

Coaching-Abschlussfeiern 2016

Folgendes erzählen die Schulleitungen früherer Coaching-Schulen über Verlauf und Ergebnisse des Coachings:

"In kürzester Zeit wurde in meinen Augen aus einem konfliktbeladenen Nebeneinander ein konstruktives Miteinander."

"Das Coaching-Projekt hat mich als Schulleitung unendlich entlastet. Früher bekam ich viele Mails und musste viele Telefonate zur Mensa führen. Jetzt läuft alles. Ich würde das Projekt für jede Schule und Schulart empfehlen."

"Ganz besonders ist, dass die Vernetzungsstelle fragt: Schule, was brauchst du? Es wird kein Konzept übergestülpt."

"Schon die Gründung eines Essensgremiums und die Bestimmung eines Verpflegungsbeauftragten sind für mich Aha-Erlebnisse."

"Ohne das Coaching-Projekt wären wir an die Wand gefahren."

„Wir brauchten einen Coach als „Kümmerer“. Dranbleiben! Große Aufgaben werden nicht durch Stärke gemeistert, sondern durch Ausdauer.“

"Dank Coaching-Projekt interessiert sich jetzt unser Sachaufwandsträger für die Schulverpflegung."

"Ich hatte selten ein so sinnvolles und wirksames Projekt an meiner Schule."

"Ich war skeptisch. Nun muss ich sagen: Das Coaching-Projekt hat echt etwas gebracht und wir arbeiten weiter."

"Hilfreich war das realistische Feedback der Vernetzungsstelle. Was ist machbar? Wie lösen andere Schulen ihre Probleme?"

"Das Coaching-Projekt war eine sehr gute Sache. Bei uns hat sich einiges verbessert. Das kulinarische Angebot, die Einrichtung, die ganze Atmosphäre."

"Wir sind sehr stolz auf das, was wir geschafft haben und möchten die Verpflegung im Sinne der Vernetzungsstelle weiterführen."

"Unterm Strich war das Projekt positiv. Wir sind aber noch lange nicht fertig. Alle Infos, die wir für die weitere Arbeit brauchen, haben wir von der Vernetzungsstelle bekommen."

"Wir haben eine gewisse Leidenschaft für die Verpflegung an unserer Schule entwickelt. Danke an die Vernetzungsstelle und unseren Coach, dass sie im Laufe des Projektes diese Leidenschaft in uns geweckt haben. Wir machen weiter."

"Ein Erfolgsfaktor ist für mich die jahrelange Erfahrung der Vernetzungsstelle. Frau Mayr weiß, was Schulen brauchen und was nicht. Sie erzählt keine Theorie, sondern was in der Praxis funktioniert. Sie kennt die Abläufe an den Schulen und wie viele Menschen da beteiligt sind und angehört werden müssen."

"Das habe ich gelernt. Alle müssen mit ins Boot, sonst reden wir aneinander vorbei. Diesen Blick entwickelt man erst, wenn man sich zusammensetzt. Das Projekt-Konzept der Vernetzungsstelle ist hervorragend."

"Wann immer ich bei der Vernetzungsstelle anrufe, welche Frage ich auch immer habe, Frau Mayr weiß immer eine Antwort. Sie erzählen eine Anekdote aus früheren Projekt-Jahren und dann bekomme ich auch noch gute Laune. Mir wird klar, dass alle Schulen vor diesen enormen Herausforderungen stehen, von Bestellung über Zuständigkeiten bis hin zu Umgangsregeln. Andere Schulen haben gute Lösungen gefunden, dann schaffen wir das auch."

"Wir wurden durch das Projekt angestoßen zum Nachdenken. Jetzt arbeiten wir alles ab, was für uns wirklich relevant ist."

"Das Projekt hat Klarheit geschaffen. Der Essensanbieter ist jetzt viel präsenter. Das verbessert die Akzeptanz der Schülerinnen und Schüler für die Mensa. Dank des Projektes hat auch der Sachaufwandsträger Handlungsbedarf gesehen. Alle werden weiterhin im Essensgremium mitarbeiten."

"Ich bin ein großer Fan von alle Beteiligten an einen Tisch holen. Es hat vieles relativiert."

"Schon im Coaching-Projekt für die Mittagsverpflegung haben wir feste Strukturen geschaffen. Daher lief im Projekt-Jahr für die Zwischenverpflegung vieles schon besser und schneller und effizienter. Ich finde es sehr wertvoll, dass die Vernetzungsstelle diese Möglichkeit bietet. Ich kann allen Schulen, die mit einem Coach ihre Mittagsverpflegung optimiert haben, nur empfehlen, sich noch einmal für die Zwischenverpflegung zu bewerben."

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Das Team der Schulverpflegungs-Coaches Oberbayern Ost mit Leitung:

Coaching-Team Oberbayern Ost

Von links nach rechts: Kristin Mayr (Vernetzungsstellen-Leitung), Dr. Claudia Osterkamp-Baerens, Brigitte Hepting, Doris Bernhofer
Manche stellen sich unter dem Coaching eine Beratung für den Essensanbieter vor oder ein reines Speiseplan-Coaching - dem ist nicht so. Die Vernetzungsstelle sieht das Coaching als Hilfe bei einem Veränderungsprozess. Was mit Hilfe des Coaches verändert werden soll, entscheidet das Essensgremium der Schule, in dem alle Beteiligten vom Schüler über die Schulleitung bis hin zum Essensanbieter vertreten sind.

Welche Rolle spielt denn dann der Speiseplan im Coaching-Projekt?

Den Speiseplan prüfen die Coaches selbstverständlich an jeder Schule anhand des Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Schließlich wurde die Vernetzungsstelle 2008 als Bundesprojekt initiiert, um Schulen bei der Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards zu unterstützen. Bei Abweichungen von den Empfehlungen erklärt der Coach dem Essensgremium die Hintergründe. Seit 2009 unterstützen die Schulverpflegungs-Coaches immer wieder bei der Reduktion von Frittiertem oder Süßem und der Einführung gesundheitsförderlicher Alternativen. Oft wurde schon vor dem Coaching Gemüse angeboten, aber zu lange gekocht oder nicht attraktiv angerichtet.

Begleitend zu jeder Speiseplan-Änderung sind Akzeptanz-Maßnahmen besonders wichtig. Würden die Schulen rigoros einfach auf DGE-Standard umstellen, wäre dies und damit das ganze Coaching-Projekt zum Scheitern verurteilt. Denn was bringt ein gesundheitsförderliches Essen, wenn keiner es isst und es am Schluss weggeworfen werden muss? Lebensmittel-Verschwendung zu verhindern ist für die Vernetzungsstelle eine Herzens-Angelegenheit.

Viele Essensanbieter sind vor dem Projekt skeptisch und machen während des Schuljahres positive Erfahrungen:

"Dank Coaching-Projekt ist die ganze Organisation nun sinnvoll aufgestellt. So können wir weiterarbeiten. Wie es zu Beginn des Schuljahres war, konnte man eigentlich gar nicht arbeiten."

"Bei uns landet nun definitiv weniger im Schweineeimer. Ich hätte nie gedacht, dass wir es mit Aktionen und einfach Info an alle schaffen können, dass die Schülerinnen und Schüler mehr Gemüse essen."

"Im Projekt hat sich die ganze Schule angestrengt, dass sich der Ruf der Mensa verbessert. Jetzt kommen mehr Schüler, ich kann besser kalkulieren. Wenn ich für einen Aktionstag koche, dann macht der Schulleiter eine Durchsage. Das hätte ich nie gedacht."

"Am Anfang war ich sehr skeptisch, aber ich dachte mir: "Schlimmer kann es nicht werden!" Nun bin ich begeistert vom Coaching-Projekt. Danke!"

"Ich hatte die Bewerbung nur unterschrieben, weil ich dachte, sonst schmeißen sie mich raus. Im Erstgespräch hat Frau Mayr erzählt, was andere Caterer gut am Projekt fanden. Ich muss sagen, das stimmt. Früher war ich außen vor. Jetzt bin ich im Essensgremium als vollwertiges Mitglied. Alle schätzen meine Meinung. Und ich freue mich über die vielen Veränderungen, die es allen leichter machen."

"Ich dachte, das Projekt ist nur für mich Arbeit. Ich darf dann nur noch DGE-Sachen anbieten und die landen dann im Müll. Wir haben dann aber Aktionstage gemacht und manches durch Gesundes ersetzt. Und das haben die Schüler dann wirklich gegessen. Für mich wie ein Wunder."

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Das Coaching-Projekt der Vernetzungsstelle bietet die Chance auf ein gutes Schulessen, das der ganzen Schulfamilie schmeckt, das bezahlbar und wirtschaftlich ist und in entspannter Atmosphäre stattfindet. Diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgt die Vernetzungsstelle in allen ihren Projekten und orientiert sich bei der Projekt-Planung an den Bedürfnissen und Bedingungen der Schulen.

Zur Qualitätssicherung kontaktiert die Vernetzungsstelle alle "alten" Coaching-Schulen im Nachhinein noch einmal für Leitfaden-Interviews. Erfreulicher Weise ergeben diese standardisierten Interviews, dass die meisten Schulen ihren Verpflegungsbeauftragten und die Arbeit im Essensgremium auch nach Projekt-Ende beibehalten. Im Coaching-Jahr erlebten sie, welch enorme Wirkung die Gremiums-Sitzungen entfalten können und dass es sich lohnt, Zeit und Energie in die Schulverpflegung zu stecken.

Zusätzlich lässt die Vernetzungsstelle sich und ihre Arbeit regelmäßig extern evaluieren.

Was ergaben die externen Evaluierungen?

In der ersten Untersuchung bezeichneten die Wissenschaftler das Coaching-Projekt als "Kernstück" der Vernetzungsstellen-Arbeit, mit dem direkt Veränderungsprozesse begleitet bzw. ausgelöst werden. Das Institut analysierte die verschiedenen Perspektiven der Beteiligten und die Schritte im Coaching-Prozess. Fazit: Die Verbesserung der Qualität und die Erhöhung der Akzeptanz gelingt, wenn das Coaching zwischen den verschiedenen Schnittstellen vermitteln kann und Schulverpflegung ein Anliegen der ganzen Schulfamilie wird. Ist die Mensa in den Schulbetrieb integriert, wird sie besser angenommen. Dazu gehört auch, dass Schüler in Verpflegungs-Fragen mit einbezogen werden und sowohl Schulleitung als auch Lehrkräfte regelmäßig mitessen.

Ein Erfolgsfaktor ist also die Einbindung aller beteiligten Gruppen und damit ist nicht nur gemeint, dass alle informiert werden, sondern dass sie an der Planung, Entscheidung und Umsetzung mitwirken. Partizipation steht in einem signifikanten Zusammenhang zur Akzeptanz und Bewertung der Verpflegung. Außerdem ist die Einbeziehung eine Einflussmöglichkeit, die jede Schule hat – im Gegensatz zu baulichen, zeitlichen und finanziellen Grenzen, die auch ein Coaching nicht ändern kann.

Den Schulen war wichtig, dass sich Vernetzungsstelle und Coach wirklich auf die gegebenen Bedingungen einlassen und keine Standardaussagen treffen. Neben dieser Flexibilität schätzen die Schulleitungen die Professionalität, die Stukturierung der Prozesse, die kommunikativen Fähigkeiten, die Motivation und die vielen Ideen und praktischen Tipps. Bei der Beurteilung des Projektes konzentrieren sich die Schulen aber auch auf sichtbare Erfolge, zum Beispiel die Gestaltung des Speiseraums oder die Länge der Warteschlange.

Im Jahr 2014 beurteilte eine externe Evaluation die Arbeit der Vernetzungsstelle anhand der Verpflegungssituation an bayerischen Schulen. Dank einer hohen Rücklaufquote lagen dafür Daten von fast 2000 Schulen vor. Erfreuliches Ergebnis der Speiseplan-Analyse: Ehemalige Coaching-Schulen der Vernetzungsstelle erreichen im Durchschnitt eine signifikant höhere Punktzahl als die anderen Befragungs-Teilnehmer. Auch diese Studie bestätigt den wichtigsten Grundbaustein des Coaching-Projektes: regelmäßige Kommunikation aller beteiligten Gruppen im Essensgremium. Nur so kann das Qualitätsniveau verbessert und gesichert werden. Die Studien-Autoren empfehlen abschließend, das Coaching-Angebot der Vernetzungsstelle auszubauen.

Was kommt auf eine Coaching-Schule zu?

Essensgremium und Verpflegungsbeauftragter

Die Coaching-Schulen gründen ein Essensgremium oder erweitern ihr bestehendes. Mitglieder sind die Schulleitung, das Lehrerkollegium, der Elternbeirat, die Schülervertretung, der Essensanbieter und der Sachaufwandsträger. Zunächst werden die Namen und Kontaktdaten aller Vertreter gesammelt. Das Gremium trifft sich in regelmäßigen Abständen, diskutiert die verschiedenen Vorstellungen und Interessen und leitet gemeinsam Entscheidungen in die Wege. Wichtig ist, dass immer alle Mitglieder die Einladung zur Sitzung und im Anschluss das Protokoll erhalten. So weiß jede Gruppe immer, was passiert und kann sich einbringen.

Als Koordinator bestimmt die Coaching-Schule einen Verpflegungsbeauftragten. Idealerweise übernimmt diese wichtige Aufgabe eine Lehrkraft. Der Verpflegungsbeauftragte ist der Haupt-Ansprechpartner für den Schulverpflegungs-Coach und im Laufe des Projektes immer wieder Motivator und "Motor" für das Essensgremium. Er macht aber nicht allein die ganze Arbeit. Weder ist er immer der Protokoll-Führer, noch werden ihm alle in den Gremiumssitzungen anfallenden Aufgaben übertragen. Diese sollen sich stattdessen gleichmäßig auf alle Schultern verteilen. Eine schöne Bezeichnung für den Verpflegungsbeauftragten fand eine Lehrerin, die diese wichtige Funktion inne hat: "Ich bin das Ohr".

"Ich bin das Ohr für alles, was mit der Mensa zusammenhängt. Dann bringe ich das ins Essensgremium ein und wir bearbeiten es alle zusammen."

„Der fachkundige Blick von außen auf das System Schulverpflegung war für mich als Verpflegungsbeauftragte hilfreich, gewinnbringend und eröffnete neue Perspektiven.“

"Wir haben so viele Erfolge. Die Bestellung funktioniert jetzt, es ist viel leiser in der Mensa, der Ruf der Mensa ist auf einmal gut. Danke an die Vernetzungsstelle und unseren Coach! Allein hätten wir das nie geschafft."

"Wir haben gelernt, wie jeder tickt und was wem wichtig ist. Nun arbeiten wir hervorragend zusammen und haben auch noch Spaß dabei."

"Ich hatte mich überreden lassen, Verpflegungsbeauftragte zu sein, weil das Pflicht für das Projekt ist. Ich hatte schon Sorge, dass alles an mir hängen bleibt. Im Erstgespräch hat Frau Mayr alle anderen Essensgremiumsmitglieder darauf eingeschworen, dass sie mich unterstützen sollen. Das hat hervorragend geklappt. Wir arbeiten toll zusammen."

"Die Zusammenarbeit mit der Vernetzungsstelle ist sehr angenehm. Man hört regelmäßig etwas zum Thema Verpflegung und braucht nicht selbst zu recherchieren."

„Mit einem geordneten Projekt lässt sich wirklich etwas verändern.“

"Durch das Coaching-Projekt ist die Wertschätzung für die Mensa in der ganzen Schulfamilie gestiegen."

"Ein echtes Highlight! Harmonie, Ideen, Kreativität, tolle Schülervertreter, Aufbruchstimmung!"

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Testessen, Blitzlichter und Einzelgespräche

Zu Beginn des Schuljahres kommt der Schulverpflegungs-Coach zum "Testessen". Dabei geht es nicht speziell um das Essensangebot, sondern um alle Aspekte der Verpflegung zum Beispiel: Bilden sich Schlangen? Kreuzen sich die Wege? Wann sind Stoßzeiten? Wie laut ist es dann?

Der Coach holt "Blitzlichter" bei Schülern und Lehrern ein, die am Essen teilnehmen. Und er befragt auch diejenigen, die nicht teilnehmen und beispielsweise gerade dabei sind, das Schulgelände zu verlassen, um sich auswärts mit Nahrung zu versorgen. Schließlich führt der Coach vertrauliche "Einzelgespräche" mit allen Essensgremiums-Mitgliedern. Hier können sie anbringen, was ihnen an der Verpflegung wichtig ist und was gemeinsam im Gremium geändert werden sollte.

Anschließend geht die Arbeit für die Schule richtig los. Das Essensgremium trifft sich, bespricht gemeinsam die IST-Situation, legt die Herausforderungen für das Coaching-Jahr fest und probiert mögliche Lösungsansätze aus. Im Laufe der Zeit werden erste Ergebnisse sichtbar. Die Vernetzungsstellen-Leiterin dokumentiert alles im Internet, damit andere Schulen davon profitieren können. Auch die Schule berichtet auf ihrer eigenen Homepage.

Information an die gesamte Schulfamilie

Die ganze Schule soll Bescheid wissen, dass in dem Schuljahr das Coaching-Projekt läuft. Dafür erhält die Schule von der Vernetzungsstelle zwei Plakate, die sie mit den Namen von Verpflegungsbeauftragtem und Schulverpflegungs-Coach beschriftet und gut sichtbar im Schulhaus aufhängt. Auf allen Konferenzen und Sitzungen von Schülern, Lehrern und Eltern zu Schuljahresbeginn soll das Verpflegungs-Coaching thematisiert werden.

Folgendes erzählen Elternvertreter über die Arbeit im Essensgremium und Veränderungen an der Schule ihrer Kinder:

"Man kann das gar nicht glauben, dass so viel klappt."

"Ich habe die Beschwerden aller Eltern eingesammelt und wir sind alles im Gremium durchgegangen und haben Lösungen gesucht. Jetzt haben sich die Beschwerden in Luft aufgelöst."

"Vieles wurde im Coaching-Jahr angesprochen. Und jetzt sagt jeder genau, was er meint."

"Das Beste waren die effizienten Besprechungen. Das Projekt hat eine klare Linie und ein klares Ziel."

„Vieles hat sich verbessert, es gibt kaum noch Beschwerden.“

"Viele Probleme werden ausgemerzt, wenn alle an einem Tisch sitzen - das bringt für jeden sehr viel."

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Welche Vorteile bringt das Projekt den Coaching-Schulen?

Das Coaching-Projekt ist das einzige Projekt der Vernetzungsstelle, in dem eine geschulte Fachkraft an eine einzelne Schule der rund 1200 in Oberbayern Ost kommt und das Essensgremium der Schule individuell begleitet. Die Verpflegung ist keine Kernaufgabe von Schulen und in der Regel gibt es niemanden, der sich mit diesem Thema auskennt - geschweige denn Zeit hätte, sich darum zu kümmern. Der Schulverpflegungs-Coach bringt nicht nur seine Fachkompetenz ein, sondern auch den "Blick von außen". Vieles fällt einem im Schulalltag gar nicht auf oder niemand hatte bisher die Ruhe, die Gründe zu hinterfragen.

Der Coach arbeitet an der Schule nach der Projektstruktur der Vernetzungsstelle. Es gibt verschiedene Bausteine mit Erfahrungswerten für die benötigte Zeit. Überhaupt hat die Vernetzungsstelle seit dem Schuljahr 2009/10 viele Erfahrungen gesammelt, die neuen Coaching-Schulen zugutekommen. Dreimal im Jahr werden die Coaches geschult. Dazwischen steht die Vernetzungsstellen-Leiterin ihnen jederzeit für auftauchende Fragen zur Verfügung.

Die Schulen erfahren im Coaching-Jahr, wie viel es bringt, wenn sich das Essensgremium der Verpflegung annimmt. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen sollen sie nach Projektende auch ohne Coach weiterarbeiten. Die telefonische Evaluierung bei den früheren Coaching-Schulen ergab, dass diese Langfristigkeit vorhanden ist. Eine Schulleitung lobte im Telefoninterview: "Ich hatte selten ein so sinnvolles und wirksames Projekt an meiner Schule."

Schließlich ist ein großer Vorteil, dass das Honorar für den Schulverpflegungs-Coach das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) übernimmt, das Coaching für die Schule also kostenlos ist. Das ist nicht das einzige, was die Sachaufwandsträger der Coaching-Schulen zu schätzen wissen:

"Unser Schulverpflegungs-Coach hat uns bei der Stange gehalten", erklärt ein Sachaufwandsträger den Erfolg des Projektes.

"Ich bin über das Sachaufwandsträger-Forum der Vernetzungsstelle auf das Coaching-Projekt aufmerksam geworden. Das Forum ist gut für den Austausch mit anderen Sachaufwandsträgern, aber es verändert eigentlich nichts an den Schulen. Das Coaching-Projekt ist das Sinnvollste, was die Vernetzungsstelle im Angebot hat. Hier sitzen die Menschen vor Ort an einem Tisch und arbeiten zusammen."

"Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass das Essensgremium viel Neues anschaffen will. Das Honorar für den Coach zahlt ja das Ernährungsministerium, aber wenn der dann Kosten verursacht... Im Endeffekt musste ich nur wenig anschaffen und das hatte alles eine tolle Wirkung. Wir haben jetzt z. B. Gummi unten an den Stühlen und dadurch ist es deutlich leiser in der Mensa und alle sind zufrieden."

"Vor dem Projekt habe ich ungern etwas für die Schulverpflegung angeschafft. Es hat meist nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Oft haben die Eltern danach noch mehr geschimpft. Im Coaching-Projekt haben wir gemeinsam diskutiert, was Sinn macht. Der Schulverpflegungs-Coach hat seine Fachexpertise eingebracht. Er ist ja von der Vernetzungsstelle geschult. Jetzt haben wir eine Garderobe angeschafft. Die Jacken hängen nicht mehr über den Stühlen und sind keine Stolpergefahr. Das bekomme ich jetzt immer wieder zu hören, dass es jetzt viel besser ist."

"Die Ausgabedamen haben ihre Arbeitssituation als stressig geschildert. Sie konnten aber nicht genau sagen, woran es liegt. Beim ersten Besuch der Mensa fiel dem Schulverpflegungs-Coach auf, dass der Kühlschrank sehr laut ist. Den haben wir jetzt ersetzt durch einen leiseren, der auch viel weniger Energie benötigt. Alle sind begeistert."

"Die Schüler haben in einem Projekt Behälter für die Mülltrennung gebaut. Seither funktioniert die Geschirrrückgabe viel besser und das hat fast nichts gekostet. Nur das Material. Wenn die Schüler selbst etwas beisteuern, nutzen sie es auch oder strengen sich mehr an."

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Coach-Workshop und Berichte
Dreimal im Schuljahr findet der "Coach-Workshop" statt. Hier kommt einmal die geballte Fachkompetenz in ganz Bayern zusammen und zweimal in ganz Oberbayern Ost. Jeder bringt seine Stärken und Kompetenzen ein und profitiert von den Erfahrungen der Team-Kollegen. Die Schulverpflegungs-Coaches setzen sich mit Ihrer Rolle auseinander, diskutieren Moderations-Möglichkeiten für die Essensgremien und planen die nächsten Schritte an ihren Coaching-Schulen. Falls nötig - eher bei neuen Coaches - liefert die Vernetzungsstellen-Leiterin inhaltliche Fachinformationen.

Dem Team der Schulverpflegungs-Coaches in Oberbayern Ost merkt man die Freude an der Arbeit an. Vielleicht ist sie eines der Erfolgsgeheimnisse für die vielen positiven Veränderungen an den Coaching-Schulen. Zweimal im Jahr geben sie einen schriftlichen Bericht bei der Vernetzungsstelle ab. Dazwischen stehen sie ebenfalls im Kontakt untereinander und mit ihrer Vernetzungsstellen-Leiterin.

Erfolgsrezepte für die Schulverpflegung
Falls Sie noch keinen Platz im Projekt ergattern konnten oder erst einmal versuchen möchten, einzelne Ideen ohne Hilfe von außen umzusetzen, liefern die "Erfolgsrezepte" der Vernetzungsstelle über 200 praktische Experten-Tipps:

Erfolgsrezepte Coaching-Projekt pdf 2,2 MB