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Hähnchen auf Reis mit Salat

DGE-Zertifizierung

Kristin Mayr gratuliert zur DGE-Zertifizierung

Gratulation zur DGE-Auszeichnung!

"Schule+Essen=Note 1" heißt es nun auch in Oberbayern Ost:

Das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erhielt der St. Anna Schulverbund mit seinen beiden Ganztagsschulen, der Reinhard-Wallbrecher-Grundschule in München-Solln und dem Günter-Stöhr-Gymnasium in Icking-Irschenhausen.

Dazu gratulierte die Vernetzungsstellen-Leiterin Kristin Mayr den Verantwortlichen ganz herzlich (von rechts nach links auf dem Foto zu sehen): Michael Müller (Geschäftsführer St. Anna Schulverbund), Marie Christin Wallbrecher (Gesamtleitung Food & Beverage) und Jörg Niemann (Küchenchef).


2 Warmhalteboxen auf Rollen

Warmhalteboxen

Wie die Vernetzungsstelle Schulverpflegung selbst, ist auch "Schule+Essen=Note 1" ein Bundesprojekt des Nationalen Aktionsplans IN FORM. Die entsprechende Zertifizierung verleiht die DGE nur Schulen, die in den drei Bereichen "Lebensmittel", "Speisenplanung und -herstellung" sowie "Lebenswelt" hohe Qualitätsansprüche erfüllen. Die Prüfung hat der St. Anna Schulverbund mit seinen beiden staatlich anerkannten Ganztagsschulen nun als Erstes in Oberbayern Ost erfolgreich bestanden!

Besonderes Lob gab es neben der guten Qualität der Verpflegung vor allem für die Unterstützung der Schüler bei der Entwicklung eines vorbildlichen Ernährungsbewusstseins. Wertschätzung für Lebensmittel und ihre Zubereitung sowie eine gemeinsame Esskultur haben beim St. Anna Schulverbund eine hohe Priorität. Die jahrzehntelange Erfahrung im Ganztagsbetrieb kam sicherlich zugute.

Somit essen nun rund 500 Schüler von der DGE prämiertes Mittagessen. Doch auch andere Schulen können von dem zertifizierten Angebot profitieren. Die Küche des St. Anna Schulverbunds hat noch Kapazitäten frei, um Schulen im Umkreis von Baierbrunn zu beliefern. Damit sich das Ganze logistisch lohnt, ist eine Mindestmenge von 50 Essen Voraussetzung. Interessierte fragen einfach beim Schulverbund nach.

Externer Link zum St. Anna Schulverbund Externer Link

NachtischZoombild vorhanden

Nachtisch - auch lactose- bzw. glutenfrei

Für Schulen, die sich ebenfalls dem DGE-Audit stellen möchten, hat Küchenchef Jörg Niemann ein paar Tipps parat: frische, saisonale Lebensmittel fettarm und nährstoffschonend zubereiten und dabei auf kulturelle, religiöse und gesundheitliche Aspekte eingehen. So können bei ihm Kinder und Jugendliche mit Zöliakie oder Lactoseintoleranz am Essen teilnehmen. Der Mehraufwand lohnt sich Dank der zufriedenen Schüler, die genauso "normal" behandelt werden wie ihre Mitschüler und sich nicht ausgeschlossen fühlen.

Weitere Erfolgsfaktoren sind in den Augen des geschulten Diätkochs die jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen lokalen Lieferanten und sein verlässliches Fachpersonal in der Küche. Es ist wichtig zu kommunizieren, wo die Lebensmittel herkommen und welche Qualität eingesetzt wird. Das Küchenteam ist nicht nur fachlich gut ausgebildet, sondern auch motiviert und freundlich. Der "persönliche Touch" bei der Ausgabe wird auch im Feedback der Essensgäste positiv hervorgehoben. Den unterschiedlichen Vorlieben der verschiedenen Altersklassen wird Rechnung getragen. Die Jüngeren erhalten ihr Essen in Porzellanschalen auf den Esstisch, Mittel- und Oberstufe dürfen sich am Buffet individuell auswählen. Die Dank kurzer Wege geringe Warmhaltezeit von maximal einer Stunde wirkt sich positiv auf den Geschmack und das Aussehen des Essens aus und schont zusätzlich die enthaltenen Nährstoffe. Lieber fährt der Fahrer zweimal zu den beiden Schulen, als dass das Essen lange warmgehalten werden muss. Die Ausgabeküche wird von einer Diätassistentin geleitet, auch hier sind also Fachleute am Werk.

Die Möglichkeit, einfach einmal in den Kochtopf schauen zu dürfen, erhöht die Akzeptanz der Essensteilnehmer. Überhaupt spielt die Optik eine große Rolle. Seit der Nachtisch in kleine Gläschen gefüllt wird, nehmen die Schüler ihn wesentlich besser an als wenn die große Schale auf den Tisch kommt. Auch zur Garnitur der einzelnen Gläschen macht sich die Küche Gedanken. Sogar von der Seite betrachtet, soll der persönliche Nachtisch gut aussehen. Den zusätzlichen Spülaufwand nimmt die Küche aufgrund der besseren Akzeptanz gerne in Kauf. Auch die am schwersten einzuhaltende DGE-Vorgabe hat mit der Optik zu tun: Gibt es Vollkornspaghetti, wünschen sich Schüler und Eltern umgehend die "italienische Variante". Neben dem Aussehen, darf auch der Geruch als Akzeptanzkriterium nicht vergessen werden. Und prinzipiell müssen die Kinder dort abgeholt werden, wo sie stehen. Hier empfiehlt Jörg Niemann, bei den industriellen Produkten abzuschauen und sie hochwertig nachzuahmen. Fisch nehmen Schüler zum Beispiel fast nur mit Panade an. Der Küchenleiter überzieht seinen Fisch daher mit einer Kräuterkruste, die er mit Parmesan belegt.

Tafel mit dem Menü des TagesZoombild vorhanden

Menü des Tages auf der Tafel

Durch phantasievolle, ansprechende Namen weckt er mit seinem geschulten Team die Lust der jungen Gäste auf Gemüsegerichte. In einer "Schneesuppe" essen die Jungen und Mädchen zum Beispiel auch den enthaltenen Blumenkohl. Hier sieht der Küchenchef eine Chance, den Kindern und Jugendlichen eine Lebensmittelvielfalt näherzubringen, die sie zu Hause vielleicht nicht unbedingt kennen lernen würden. Er setzt beispielsweise auch einmal Steckrüben oder Kohlrabi in einem Mittagsgericht in Szene. Für Exkursionen und Schulausflüge bietet die Küche Lunchpakete an. Die Boxen mit Gemüsesticks und Apfelschnitzen sind sehr begehrt und werden "leergeputzt", obwohl der Inhalt "gesund" ist. Die Küche des St. Anna Schulverbunds ist in das Schulleben voll integriert - ein weiterer Erfolgsfaktor.

Das ganzheitliche Konzept des St. Anna Schulverbunds reicht noch weiter. In einem Servierkurs lernen die 6.-Klässler, dass zu einem guten Essen auch guter Service gehört. Sie versetzen sich in die Gastgeberrolle und überlegen, was ein Gast braucht, damit er zufrieden und in Ruhe essen kann. Das Gelernte stellen sie auf Schulveranstaltungen unter Beweis und - damit es in Fleisch und Blut übergeht - auch beim täglichen Mittagessen in der Mensa. Wenn die ganze Klasse sitzt, gibt es für die Jüngeren eine kleine Tischlektüre und für die Älteren Zeit zum Austausch oder Durchatmen. Ist das Essen auf dem Tisch, genießt es die ganze Schulfamilie in Ruhe. Die Teilnahme der Lehrer, Erzieher und Verwaltungsmitarbeiter am Mittagessen wirkt sich positiv auf die Akzeptanz aus. Es entwickelt sich ein anderes Verhältnis, als wenn man sich nur im Unterricht sieht. Außerdem unterstützen die Pädagogen am Tisch, wenn sie die Schüler beispielsweise zum Probieren motivieren. Die Entspannung in der Mittagspause ermöglicht, dass sich der zuvor bearbeitete Lernstoff setzen kann. Außerdem fördert das Konzept Achtsamkeit und Respekt füreinander, für das Essen und für diejenigen, die es mit Liebe und Sorgfalt zubereitet haben.