belegtes Brötchen, Milch, Apfel

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Rahmenbedingungen
Organisation der Zwischenverpflegung in der Schule

Unter "Zwischenverpflegung" wird die gesamte Verpflegung in allen Schulpausen am Vor- und Nachmittag verstanden, also im Schulkiosk, in der Schulcafeteria, im Automaten oder in Form eines Schulfrühstücks. Durch zunehmende Ganztagsangebote verbringen die Schülerinnen und Schüler immer mehr Zeit in der Schule, sodass neben der Mittagsverpflegung auch meist eine Form der Zwischenverpflegung angeboten wird. Für die Organisation der Zwischenverpflegung gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Was passt zur Schule?

In welcher Form die Zwischenverpflegung angeboten wird, hängt von den individuellen Rahmenbedingungen an der Schule ab. Einfluss darauf haben beispielsweise die Schülerzahlen, Räumlichkeiten, vorhandene Ausstattung oder das Verpflegungskonzept der Schule. Egal in welcher Form die Zwischenverpflegung letztlich organisiert wird, ist es von vornherein wichtig, die Verantwortung für das Zwischenverpflegungsangebot zu klären. Ein Schulkiosk oder eine Cafeteria ist eine Einrichtung der Gemeinschaftsverpflegung. Der Betreiber ist damit rechtlich ein Lebensmittelunternehmer, sodass die entsprechenden gesetzlichen Regelungen beachtet werden müssen.

Wer ist verantwortlich?

Die Organisationsformen für die Zwischenverpflegung unterscheiden sich durch die verantwortliche Personengruppe:
Schüler
Im Rahmen eines Projektes oder durch die Gründung einer Schülerfirma übernehmen die Schüler selbst die Zwischenverpflegung. Ein Lehrer oder pädagogischer Mitarbeiter steht beratend zur Seite. Finanzielle Unterstützung liefert bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen das Förderprogramm „Schülerunternehmen: Essen was uns schmeckt“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 7.

Förderwegweiser: Schülerunternehmen: Essen was uns schmeckt

Eltern
Engagierte Eltern übernehmen die Verpflegung in den Schulpausen. In der Regel arbeiten die Eltern ehrenamtlich, zum Teil gründen sie für die Aktivität an der Schule einen Förderverein. Verlassen die Kinder die Schule, muss die Nachfolge geregelt sein.
Externe Dritte
Schulkiosk oder Cafeteria werden durch einen externen Speisenanbieter betrieben, beispielsweise durch den Betreiber der Mensa. Wird die Verpflegungsleistung ausgeschrieben, sollten in der Leistungsbeschreibung genaue Anforderungen an das Warenangebot aufgenommen werden.
Hausmeister
Der Hausmeister der Schule betreibt einen Kiosk. Meist erfolgt der Verkauf auf eigenes wirtschaftliches Risiko unter Gewinnaspekten.

Fazit

Weiterhin ist eine Kombination der Organisationsformen möglich, z.B. wenn ein Förderverein mit einem externen Speisenanbieter zusammenarbeitet.
Durch einzelne Aktionen oder Projekte ist das regelmäßige Zwischenverpflegungs-Angebot ergänzbar. Im Sinne der Ernährungsbildung bietet sich die Zwischenverpflegung an, um Schülern gesundheitsförderliche Ernährung nahe zu bringen und eventuell praktisch daran zu beteiligen. Eine Schülerbeteiligung sollte immer professionell begleitet werden.

Unabhängig von der Organisationsform sollte sich das Angebot der Zwischenverpflegung nach den Empfehlungen des DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung richten und keine Konkurrenz zu einer ggf. bestehenden Mittagsverpflegung darstellen.

Snacks an weiterführenden Schulen Externer Link

Stand: November 2018

Literatur

Robben, S.; Eissing, G.; Bönnhoff, N. und Hemker, M.: Zwischenmahlzeiten. Universität Dortmund, S. 10-12.

aid (2010): Essen und Trinken in Schulen. 2. überarbeitete Auflage. S. 3/9 f.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2015): DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung. S. 13 ff.

Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW (2010): Pause mit Genuss. Praktische Anregungen für Schulkiosk und Cafeteria