belegtes Brötchen, Milch, Apfel

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Geeignete Getränke für die Zwischenverpflegung

Getränke

„Trinken im Unterricht – Trinken in der Schule“ – dies immer wieder kontrovers diskutiert

Zur Zwischenverpflegung gehören nicht nur Speisen, sondern auch Getränke. Die DONALD Studie (1) hat ergeben: Kinder, die in der Schule mehr Wasser trinken, sind leistungsfähiger und gesünder. In der „Trink-fit-Studie“ des Forschungsinstitutes für Kinderernährung (2) konnte beim Thema Übergewicht von Kindern nachgewiesen werden, das bei der richtigen Auswahl und ausreichenden Menge an günstigen Getränken, das Risiko von Übergewicht um ca. 30 % sinkt. Gerade die Konzentrationsfähigkeit hängt stark von der Menge an Getränken und dann natürlich von den richtigen Getränken ab. Schüler trinken idealerweise nicht nur in den Pausen sondern über den ganzen Schulalltag verteilt. Um das Trinken zu fördern bieten sich auch Trinkpausen am Anfang oder Ende der Unterrichtseinheiten an. In der ESKIMO-Studie (3) wurde festgestellt Schüler trinken meist genug, aber die falschen Getränke. Für Schüler sind 1 – 1,5 l energiearme Getränke notwendig, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Körpers zu fördern.

Geeignete Getränke?

Ungesüßte Getränke
sollten ständig zur Verfügung stehen, z. B. Mineralwasser oder Wasser aus der Leitung. Hier bietet sich das Aufstellen von Trinkbrunnen an. Idealerweise wird bei der Mittagsverpflegung kostenfreies Leitungswasser angeboten. Ebenso sind ungesüßte Früchte-, Kräutertees eine gute Alternative. Fruchtsäfte und andere Erfrischungsgetränke sind aufgrund des Zuckeranteiles keine empfehlenswerten Getränke. Saftschorlen im Verhältnis 1 Teil Saft – 3 Teile Wasser können ab und zu angeboten werden. Auch Wellnessgetränke und aromatisierte Mineralwasser können einen hohen Zuckeranteil und zugesetzte Aromastoffe haben und damit nicht so günstig sind. Ein dauerhaftes Angebot von Softdrinks, ACE-Drinks und Limonaden ist im Schulkiosk nicht gewünscht.
Milchgetränke
sind im eigentlichen Sinne keine Getränke zum Durstlöschen, sondern ergänzen die Zwischenverpflegung im Bereich Speisen, auch wenn sie flüssig sind. Der Gehalt an Nährstoffen ist zu hoch, um als Getränk im Sinne einer gesundheitlichen Ernährung zu gelten. Beim Angebot sollte auf den Fett- und Zuckergehalt der jeweiligen Produkte geachtet werden.
Welche Getränke sind für den Einsatz in der Schule nicht sinnvoll und warum?
Energydrinks, Eistee, Getränke mit künstlichen Zusätzen (Limonaden, Fruchtsaftgetränke, Nektar, Sportgetränke, ACE Säfte, aromatisierte Wasser …) sind aufgrund des Zuckergehaltes und zum Teil aufputschenden Inhaltsstoffe (Coffein, Taurin) nicht geeignet, die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit gleichmäßig über den Tag aufrecht zu erhalten. Meist kommt es aufgrund hoher Zuckergehalte nach einem kurzfristigen Aktivitätsschub zum Leistungsabfall.
Idealerweise, werden diese Getränke nicht im Schulverkauf angeboten.

Stand: August 2012

Literatur

(1) DONALD Studie – DONALD steht für DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study. Die Studie wurde 1985 am Forschunginstitut für Kinderernährung
Dortmund (kurz: FKE) als Langzeitstudie begonnen und wird bis heute weitergeführt. http://www.fke-do.de/content.php?seite=seiten/inhalt.php&details=559
(2) www.trinkfit-mach-mit.de
(3) https://www.kindergesundheit-info.de/fuer-fachkraefte/hintergrundwissen/themeninfo-ernaehrung/studien-ernaehrung/eskimo-studie/